Vom Mut zu sprechen und zu schweigen

Vom Mut zu sprechen und zu schweigen

Wir Menschen sind bekanntlich soziale Wesen. Wir tauschen uns im beruflichen wie auch im privaten Kontext unaufhörlich aus. Wir erzählen unsere Geschichten, wir hören die Geschichten der anderen. Und obwohl dieser Austausch, diese Kommunikation zwischen uns Menschen immer stattfindet, ist sie oft der Grund für Missverständnisse.

Warum das so? Darüber gibt es viele Bücher, Modelle und Do's und Don't-Listen, die man sich aneignen kann und die helfen, die eigene Sichtweise aus einem anderen Blickwinkel zu betrachen. Doch eigentlich lässt sich Kommunikation (im Idealfall) auf zwei Rollen reduzieren:
  • Einer spricht.
  • Der andere hört zu.
Kommunikation gelingt dann, wenn beide Gesprächspartner bereit sind, beide Rollen – ehrlich und authentisch – einzunehmen. Denn senden alleine nützt wenig, wenn der andere nicht zu hört. Und nur zuhören ohne sein eigenes Anliegen kund zu tun, führt auch nicht zu einer erfolgreichen Kommunikation.

In der Coaching-Arbeit geht es oft darum, die eine oder andere Rolle gezielt auszuüben. Dies kann in Führungssituationen, bei Konfliken oder auch in Paarbeziehungen zu sehr viel Veränderung führen. Wenn es dann noch gelingt, zu akzeptieren, dass jeder eine idividuelle Sicht auf die Welt hat, dann steht einer wertschätzenden Kommunikation nicht mehr viel im Wege.

Das nachfolgende Zitat bringt es meiner Meinung nach auf den Punkt.

"Mut ist, was es braucht,

um aufzustehen und seine Meinung zu sagen.
Mut ist auch, was es braucht,
sich hinzusetzen und zuzuhören."

Sir Winston Leonard Spencer-Churchill

(1874-1965, britischer Politiker und zweimal Premierminister von Großbritannien)