"Wie soll ich mich bloss entscheiden?"

"Wie soll ich mich bloss entscheiden?"

Ein häufiges Thema in Coachings sind Entscheidungen, die gefällt werden müssen und meine Klientinnen arg umtreiben. Eigentlich kein Wunder: Schliesslich fällen wir bis zu 100'000 Entscheidungen  täglich. Und die meisten davon fallen uns ja leicht. Hier soll es um die Entscheide gehen, die uns eben schlaflose Nächte bescheren.
Jobwechsel ja/nein, einen Mitarbeitenden kündigen ja/nein, Umzug ja/nein, und so weiter. Egal um welches entscheidende Thema es sich dreht, fast allen Coaches ist gemeinsam, dass sie bereits sehr viele Gedanken und damit sehr viel Energie ins Thema investiert haben.

Nicht wenige kommen mit der Hoffung, dass ich für sie entscheiden kann. Was ich nicht will und auch nicht kann. Was ich aber kann, ist im Prozess der Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Wie? Mit Fragen, Aufstellungen oder anderen Werkzeugen. Manchmal helfen schon kleine Tricks wie "dann werfen wir eine Münze", das etwas verschüttete Bauchgefühl wieder zutage zu befördern oder eine saubere Auslegeordnung der verschiedenen Optionen Ordnung im Kopf zu schaffen. Gerade Aufstellungen überraschen meine Klienten immer wieder – sobald ein Thema physisch sichtbar gemacht wird im Raum, kann sich die Lösung oft zeigen.

Nebst all diesen Entscheidungshilfen, plädiere ich in meinen Coachings aber auch für eine bewusste Haltungsänderung:

  • Nicht-Entscheiden ist definitiv anstrengender als Entscheiden mit dem Risiko sich später wieder umzuentscheiden. Deshalb: entscheiden Sie sich!
  • Verabschieden wir uns von der Erwartungshaltung, DIE richtige Entscheidung fällen zu wollen. Deshalb: Entscheiden Sie sich – und entscheiden Sie sich wieder um!
  • Ich persönlich bin überzeugt: Im Leben geht es darum Erfahrungen zu sammeln – angenehme und auch unangenehme. Nehmen wir das Leben mit Leichtigkeit an, wie es sich zeigt, sind viele Entscheidungen oft gar nicht mehr so wichtig.